Erfolgreicher Auftakt: Erstes Verbundtreffen von RESONARE

Am 06. Juli 2026 kamen die Partner des Forschungsprojekts RESONARE – Risiko- und Eskalationspotenziale von Informationsmanipulation: Narrative, Akteure und Rezeption zum ersten Verbundtreffen beim Landeskriminalamt Niedersachsen in Hannover zusammen. Das Treffen diente der Koordination der gemeinsamen Projektarbeit und bot Gelegenheit, die inhaltlichen und organisatorsichen Grundlagen für die kommenden drei Jahre zu legen.
Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Abstimmung der ersten Arbeitspakete. Gemeinsam wurden zentrale Konzepte und Definitionen diskutiert, die als wissenschaftliche Grundlage für die weitere Projektarbeit dienen. Darüber hinaus tauschten sich die Projektpartner über bestehende Literatur, relevante Datenquellen sowie geeignete wissenschaftliche und technische Ansätze zur Untersuchung von Informationsmanipulation aus. Ein Mini-Workshop bot zudem Raum, zentrale Begriffe zu schärfen und ein gemeinsames Verständnis für die Forschungsschwerpunkte des Projekts zu entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Planung der Projektkommunkation und der nächsten gemeinsamen Aktivitäten. Themen wie die Außendarstellung des Projekts sowie die Planung zukünftiger Veranstaltungen standen ebenso auf der Agenda wie die Abstimmung organisatorischer Prozesse innerhalb des Verbundes. Am Nachmittag rückten die beiden Anwendungsfälle des Projekts in den Fokus: Desinformation während der Coronapandemie sowie Desinformation im Kontext von Wahlen. Gemeinsam wurden erste Überlegungen zu den Fallstudien diskutiert und die nächsten Schritte für die Datenakquise abgestimmt.
RESONARE untersucht, wie sich Desinformation auf gesellschaftliche Diskurse auswirkt und unter welchen Bedingungen sie zu Hassrede und weiteren Eskalationsdynamiken beitragen kann. Gemeinsam entwickeln das Brandenburgisches Institut für Gesellschaft und Sicherheit, das Hasso-Plattner-Institut, Ubermetrics und das Landeskriminalamt Niedersachsen Methoden zur Erkennung und Analyse von Informationsmanipulation. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen soll ein Demonstrator entstehen, der auf Desinformation folgende Hassrede automatisiert erkennen kann. Ergänzend werden Präventionsansätze entwickelt, um gesellschaftliche Resilienz gegenüber Informationsmanipulation zu stärken.
Das erste Verbundtreffen hat gezeigt, wie wertvoll die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Projektpartner ist. Mit unterschiedlichen wissenschaftlichen, technischen und praktischen Perspektiven wurde eine gemeinsame Grundlage für die weitere Forschungsarbeit geschaffen. Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Projekt läuft von März 2026 bis Ende März 2029. In den kommenden Monaten werden die Projektpartner die ersten Analysen durchführen, die Anwendungsfälle weiter ausarbeiten und die Grundlage für die Entwicklung des Demonstrators schaffen.